Herzlich willkommen bei der SPD Winnenden

SPD Veranstaltung "Armut in Winnenden!?"

Veröffentlicht am 08.04.2024 in Veranstaltungen


SPD Veranstaltung am 21. März 2023 
"Armut in Winnenden!?"   -  
Die SPD in Winnenden geht das Thema mit neuem Veranstaltungsformat an.



Nach Impulsreferat gab es Kurzstatements von Winnender Akteuren und danach Frage- und Antwortrunde im pädagogischen Gesprächskreis.
Alle Beteiligten äußern den großen Wunsch, nach der Kommunalwahl, im Herbst, mit den entsprechenden Ämtern und weiteren Akteuren sich wieder treffen zu wollen. Die Ziele für dieses Treffen sind, das gegenseitige Verständnis weiter zu erhöhen und bürokratische Hindernisse zu verringern. 
 

 

In seiner Begrüßung führte Andreas Herfurth, SPD, u.a. aus: Wenn ich als Stadtrat durch unser Winnenden gehe, dann sehe ich große Warteschlangen beim Tafelladen, Menschen, die in Abfallkörben nach leeren Dosen suchen und vor kurzem, nach einer Sitzung, also in Dunkelheit, eine Person, deren Utensilien darauf hindeuteten, dass Sie möglicherweise kein Zuhause hat. Im Rahmen unserer Workshops wurde von Armutsfällen berichtet. Das wurde zum Anlass für die Veranstaltung.

Mark Gutwinski übernahm den Impulsvortrat. Die Daten wurden dankenswerterweise vom Landratsamt zur Verfügung gestellt. Gemäß der Armutsdefinition gelten Personen als relativ arm, wenn ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Dies bedeutet beispielsweise für eine alleinstehende Person ein Einkommen von weniger als 1189 Euro netto pro Monat und für eine Familie mit mehreren Kindern weniger als 2496 Euro netto pro Monat. Alarmierend sind die Zahlen von 7.200 Kindern und Jugendlichen im Landkreis, die Bürgergeld beziehen, sowie 4.300 Rentner*innen, die zusätzlich auf Sozialhilfe angewiesen sind, da ihre Rente nicht ausreicht. Das Armutsrisiko unter RentnerInnen beträgt ca. 17 Prozent.

Herr Kunberger, Haus im Schelmenholz, informierte darüber, dass jede vierte Person im Pflegeheim Sozialhilfe bezieht. Besonders problematisch ist der Eigenanteil für die Heimunterbringung, der im Landesdurchschnitt bei 3.000 Euro pro Monat liegt. Frau Medinger-Vees, VdK Winnenden, wies darauf hin, dass Baden-Württemberg mit
diesem Eigenanteil deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt und forderte, dass das Land die Investitionskosten übernimmt und somit pflegebedürftige Menschen vor Armut geschützt sind! Sie verglich die Situation mit den Kosten für Patienten im Krankenhaus, die nicht die Baukosten tragen müssen. Zudem berichtete sie über das stetige Wachstum der Mitgliederzahlen beim VdK, sowohl landesweit wie auch in Winnenden selbst, sowie den zunehmenden Bedarf an sozialrechtlicher Beratung.

Frau Latowitz und Falk Zabel von der Winnender Tafel berichteten von der Unterstützung bedürftiger Menschen durch die Tafel, die an drei Verkaufstagen pro Woche etwa 100 Personen mit Lebensmitteln versorgt, die im Durchschnitt für einen 3-Personen-Haushalt einkaufen.
Herr Kern, Vertreter VCK, informierte über die Vesperkirche. Die Idee stammt von Willy Schmidt. Es ist keine rein katholische Angelegenheit, sondern von anderen Konfessionen wird tatkräftig mitgeholfen. Sie fand immer montags statt. Nach anfänglich zögerlichen  Beginn besuchten zum Schluss über 40 Personen die Vesperkirche. Dabei ganz wichtig: Es kommen nicht nur Bedürftige und so entstehen Gespräche zwischen Bedürftigen und Nicht-Bedürftigen. Die Vesperkirche will aufgrund des bestehenden Bedarfs und der Motivation der Ehrenamtlichen ab Dezember wieder offen sein.  
Der Hilfsverein für psychisch Kranke Rems-Murr e.V., vertreten durch Herrn Diemer,
sowie die Paulinenpflege Winnenden e.V., repräsentiert durch Frau Deyle, hoben hervor, dass Menschen mit Behinderung oder einer psychischen Erkrankung einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind. Diese Gruppen sind oftmals mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die ihr Risiko, in Armut zu leben, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich erhöhen.

Einen weiteren wichtigen Beitrag leisteten Frau Brinckmann und Herr Belz von der Erlacher Höhe, die über die Arbeit der Fachberatungsstelle für wohnungslose Menschen im Rems-Murr-Kreis berichteten. Mehr als 250 Personen nehmen jährlich die Angebote dieser Fachberatungsstelle in Anspruch. Landesweit werden 12.688 Menschen in Baden-Württemberg durch die Wohnungsnotfallhilfe betreut werden. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der das Thema Wohnungslosigkeit angegangen werden muss, um einen bedeutenden Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.

Fazit der Veranstaltung: Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass ein weiterer Austausch im Herbst wünschenswert wäre. Besonders wichtig sei hierbei die Einbeziehung von Vertreter*innen der Stadt Winnenden und des Landratsamts Rems-Murr-Kreis. Aufgrund der Karenzzeit vor der Kommunalwahl war es diesmal leider nicht möglich, Vertreter*innen der Verwaltung direkt einzubinden.
Ein erster, ermutigender Schritt wurde getan. Die SPD Winnenden will diesen Dialog fortführen. Die SPD Winnenden setzt sich aktiv für die Verbesserung der Lebensbedingungen aller Bürger*innen in Winnenden ein 
.
Für weitere Informationen und Rückfragen stehen Ihnen
Mark Gutwinski und Monika Medinger-Vees, SPD Winnenden,
sowie die Vertreter*innen der beteiligten Organisationen gerne zur Verfügung.
Die Kontaktdaten sind:
Mark Gutwinski, SPD Ortsverein Winnenden, Telefon: 0172-8804129,  E-Mail: mark.gutwinski@gmx.de  und  
Monika  Medinger -Vees,  SPD Kandidatin für Gemeinderatswahl 2024 und VDK Vorsitzende, Telefon: 0178 9775894; Email:  monimvees@gmail.com;  
 

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