
Nicht die Berichte standen im Mittelpunkt, sondern die Diskussion aktueller Fragen. Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und der unerwartete Rücktritt von Bärbel Bas von ihren Ämtern birgt Sprengstoff für Regierung und SPD.
Die SPD Spitze soll im Januar auf einen Bundesparteitag neu gewählt werden. Die SPD Winnenden nimmt mit Respekt die Entscheidung von Boris Pistorius zur Kenntnis, dass er nicht als Parteivorsitzender kandidieren möchte. Das Argument, die Sicherheit von Deutschland erfordere seine volle Kraft, sollte eigentlich auch für Lars Klingbeil gelten. Die Finanzschwierigkeiten in Deutschland sind – dass zeigen die Diskussionen um den Haushalt 2027 und ff mit den Sondervermögen nicht erledigt. Die SPD in Winnenden spricht sich daher für eine neue Doppelspitze aus. Kompromisse in der Regierung einzugehen, ist die eine Sache. Visionen zu entwickeln für die Zeit danach, ist die andere Seite. Dies ist Aufgabe einer Parteiführung.
Die Durchführung einer Mitgliederbefragung halten wir in der gegenwärtigen Situation für nicht sinnvoll. Wir wünschen uns Bewerbungen um die Doppelspitze. Der Parteitag hat dann zu entscheiden.
Wie umgehen mit der AfD? In der Politik gibt es auf der linken und auf der rechten Seite extremistische Kräfte. Diese werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Wir meinen, wenn gesicherte Erkenntnisse über die Verfassungsfeindlichkeit vorliegt, dass dann ein „Verbotsverfahren“ gegenüber der betreffenden Person oder der betreffenden Gruppierung eingeleitet werden muss. Nur Menschen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, dürfen öffentliche Ämter bekleiden. Das ist der Anspruch einer wehrhaften Demokratie. Dieser Weg, den Extremismus zu bekämpfen, wird u.E. zu wenig genutzt.



