Herzlich willkommen bei der SPD Winnenden

Wir meinen

… zur Ampelkoalition in Berlin

Das Bundesverfassungsgericht hat – zum guten Glück  -  dem Bund und verschiedenen Ländern Grenzen aufgezeigt hinsichtlich Haushaltsgestaltung. 

Ursprünglich vermeintlich zur Verfügung stehende Mittel gibt es von heute auf morgen nicht mehr. Das ist so, als wenn eine Bank die zugesagten Kreditmittel nicht auszahlt. Da, eine Lösung zu finden, braucht gute Nerven und Zeit. 
Es ist da m.E. kontraproduktiv, wenn jeden Tag in den Medien, von wem auch immer, gefordert wird, Einsparungsvorschläge müssen her. 

Die Sparvorschläge der Ampelkoalition liegen nun auf dem Tisch und die Betroffenen machen, wie zu erwarten war, dagegen mobil. 

Meine Meinung: 
1.Es ist einfach schlecht, wenn Antragsfristen für Fördergelder über Nacht wegfallen. 
2.Wie sehen die Sparvorschlägen der Oppositionsparteien aus?  Die  weiteren Haushaltsplanberatungen werden das zeigen.
3.Deutschland voranbringen  - wünschen die Allermeisten. Mit Draufhauen wird das nichts. Gegenseitiger Respekt und konstruktive Sachlichkeit ist von Nöten. Da sind Politik, Medien und wir WählerInnen gefordert.    

Andreas Herfurth. 16.12.23

 

... zum Volkstrauertag am 19.11.2023

Andreas Herfurth
5. Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Winnenden

Ansprache zum Volkstrauertag
am 19.11.2023 auf dem Friedhof Breuningsweiler

Verehrte Anwesende,
Liebe Bürgerinnen und Bürger von Breuningsweiler,

wir wollen Frieden. Wir wollen keine Toten. Wir wollen uns in Freiheit persönlich selbstverwirklichen. Wir wollen Wohlstand. Wir wollen Gerechtigkeit.  

Die Realität ist eine andere geworden.

Sie kennen die Bilder von Israel, vom Gazastreifen.
Sie kennen die Bilder von der Ukraine.

Es sind Bilder von Zerstörung und von Toten.
Es sind die gleichen Bilder, wie sie uns vom 2. Weltkrieg bekannt sind: Dresden, Hamburg, Stuttgart - zerstörte Städte, Trümmerberge.
Wir sehen weiter die Bilder vom 1. Weltkrieg:  Stellungskrieg im Westen,  
junge Menschen wurden damals und jetzt wieder in den Tod geschickt und man gewann / gewinnt gerade einmal einen qm.

Neue erschreckende Bilder sind hinzugekommen: ein Staudamm wurde löchrig geschossen, damit das Wasser die Kriegsdreckarbeit übernimmt.
Vom Computer werden Drohnen gesteuert, die Tod und Zerstörung bringen.
Kinder, Frauen, alte Menschen werden als Schutzschild missbraucht.

Wir in Deutschland haben uns nicht vorstellen können, dass solches in unserem unmittelbaren Wirkungskreis wieder geschieht. Das vor fast 2 Jahren Unvorstellbare sehen wir nun jeden Tag auf dem Bildschirm.

Wann haben wir wieder Frieden?  
Aus der älteren Geschichte wissen wir, dass ein Krieg beendet ist, wenn es einen eindeutigen Sieger gibt und der Besiegte vernichtet oder unterjocht wird. Die Griechen, die Römer usw. haben so agiert.  Dieses Denken geht zurück bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts. Die Greueltaten des Kolonialismus sind in mühsamer Aufarbeitung. Wir denken an das den Herreros angetane Leid.

Aus der jüngeren Geschichte - 1.Weltkrieg vor über 100 Jahren - wissen wir,   ein Krieg endet auch, wenn die Kriegsbeteiligten sich im Stellungskrieg derart gegenseitig aufreiben, dass die Erkenntnis auf beiden Seiten wächst, es ist sinnlos weiterzumachen.

Aus dem 2. Weltkrieg wissen wir, dass der Krieg aufgrund der Wahnvorstellung eines Führers nur durch die totale Kapitulation von Deutschland beendet werden konnte.
Die totale Kapitulation führte nicht zur Vernichtung von Deutschland, sondern - und diese Größe hatten die 4 Siegermächte - zur Schaffung einer langanhaltenden Friedensordnung.

China „träumt“ vom Einnehmen Taiwans. Russland „träumt“ vom ehemaligen Gebiet der UdSSR. Die Hamas „träumt“ von der Vernichtung Israels. Ist „träumen“ das richtige Wort?  Wäre Wahn nicht besser?  Wahn – das hatten wir schon mal.  

Die Welt hat sich nach dem 2. Weltkrieg weitergedreht. Es gibt nicht mehr nur eine Atommacht, sondern mehrere. Ein Volk   - so wie skizziert - kann nicht mehr vernichtet werden. Das ist vorbei.
Ein Volk kann unterjocht und unterdrückt werden und das geschieht – wie wir wissen - zuhauf: Afghanistan, Iran, Syrien

Wenn dem so sein sollte, dass ein Volk nicht mehr vernichtet werden kann, dann bedeutet das: Russland wird sich mit der Realität Ukraine abfinden müssen. Je früher desto besser.
Die Hamas, die Palästinenser und verschiedene arabische Führer werden das Existenzrecht Israel annehmen müssen.
Israel wird mit den Palästinensern leben lernen müssen. Je früher, desto besser.

Diese Kriege werden einmal zu Ende sein. So wie der 1. und 2. Weltkrieg zu Ende kam. Die Länder werden – wie Deutschland - lernen müssen, mit ihrer er Schuld umzugehen. Sie werden sich mit dem Nachbarland arrangieren müssen.
Nach dem 2. Weltkrieg entstand trotz jahrelanger Vorkriege und nach dem erlittenen Wahnsinn von Hitler-Deutschland  die deutsch – französische Freundschaft.
Warum sollte es nicht irgendwann einmal eine israelisch-palästinische Freundschaft geben?  


Was geht uns das Ganze eigentlich alles an?

Europa und Deutschland beeinflussen indirekt mit Waffenlieferungen das direkte Kriegsgeschehen. Waffen kosten Geld. Das Geld steht dann für andere Dinge nicht mehr zur Verfügung.
Europa und Deutschland haben Ukrainerinnen aufgenommen.
Wir erleben antijüdische Demonstrationen.
Europa und Deutschland ächzen unter den Flüchtlingen.

Putin-Russland freut sich, wenn wir uns selbst zerlegen. Denn das erhöht die  Wahrscheinlichkeit, dass er den Krieg gegen die Ukraine doch noch gewinnen könnte.  

Man zerlegt sich selbst, wenn man sich nicht einig ist, wenn es keine klare Ansage gibt oder wenn die Ansage einfach ignoriert wird.
Das gilt für unsere Nation, unsere Gesellschaft wie aber auch für Betrieb, Verein und Familie, im Grunde für jede Gemeinschaft.   

Welche Ansage haben wir?  

Churchill - Kriegspremier in Großbritannien während des 2. Weltkrieges - wird das Zitat zugeschrieben:  „Demokratie ist keine gute Staatsform. Aber ich kenne keine bessere.“ Er wurde danach abgewählt.

Die NSDAP von Hitler gewann nach allen demokratischen Regeln die Reichstagswahl. Im Januar 1933 hat dann das Parlament, also die NSDAP- Mehrheit im Reichstag das Ermächtigungsgesetz verabschiedet. Ganz „demokratisch“ wurde die Demokratie abgeschafft. Eine Diktatur entstand.

Es gibt den Ruf nach einer starken Führung. Eine starke Führung ist dann erfolgverersprechend, wenn die richtigen Entscheidungen gefällt werden. Nur: wer entscheidet, was richtig ist? Was ist, wenn die falschen Entscheidungen getroffen werden? Da gibt es dann kein Zurück mehr. Siehe Verfolgung der Andersdenkenden, siehe Konzentrationslager im Dritten Reich.

Die Kernidee von Demokratie besteht darin: Es gibt Gewaltenteilung. Es gibt Wahlen und zwar in regelmäßigen Abständen. Manche tun wählen gehen als „Kreuzchen machen“ ab. Das durch wählen gehen erhaltene Ergebnis entscheidet aber, wer die Macht hat! In Polen hätte die bisherige Regierung Kaczy?ski nie und immer gedacht, dass sie die Macht abgeben muss.

Mit einem Machtwechsel können falsche Entscheidungen korrigiert, berichtigt, nachgebessert werden. Das ist die Faszination der Demokratie.
Und: Mehrheitsentscheidungen bedürfen der Kompromisse. Kompromiss bedeutet, die Akteure müssen auf den anderen zugehen, müssen sich arrangieren.

Wir wollen Demokratie. Wir leben Demokratie. Das ist die Ansage.

Und wie?
-Es gibt in Deutschland eine Partei, die ganz offen sagt, dass sie die Demokratie abschaffen will. In Meinungsumfragen liegt diese Partei bundesweit bei über 20%.

-Es gibt gegenüber Staat, Verwaltung und den etablierten demokratischen Parteien einen sehr großen Vertrauensverlust. Der Vertrauensverlust beschränkt sich nicht nur auf die Politik, so meine Wahrnehmung, sondern bezieht sich auf alle Bereiche der Gesellschaft.

Was geht da ab? Warum ist das so?  Wie schaffen wir ein Mehr an Vertrauen?   
Ich habe keine Antwort. Dass wäre zu einfach und zu schön.
Zwei Anmerkungen möchte ich aber dazu machen:  
1.Vertrauen zu erhalten und zu schaffen - da ist ein jeder gefordert. Ein jeder leistet mit seinem Tun und seinem Nicht -Tun hierzu einen Beitrag.
2.Vertrauen schafft man nicht mit Schönreden, sondern mit ehrlichen Aussagen. Ehrliche Aussagen bedeuteten: das kann weh tun, das erfordert Mut und das verlangt Aushalten der gegenteiligen Meinungen.

 


-Der aktuelle Mainstream ist „Wir haben die Schnauze voll von Flüchtlingen.  Wir sind überfordert. Alles bricht zusammen.“
Damals, im sogenannten 1000-jährigen Reich, wurden die Juden als die Schuldigen befunden. Die Juden waren ehrbare Bürgerinnen. Die Juden waren tapfere Soldaten im 1.Weltkrieg. Von eigenen Fehlern ablenken, die Schuld auf andere schieben - das ist ein gängiges Muster. Bitte bedenken Sie das, wenn sie das Thema „Flüchtlinge“ mit anderen diskutieren.  

-Hetze, Hass, Gewalt, Terror sind in unserem Alltag angekommen. Sie zerstören unsere Gemeinschaft. ABER: Wir wollen eine tolerante und achtsame Gesellschaft. Wir wollen in Selbstbestimmung und Freiheit sowie Demokratie leben.

Wenn dem so sein soll, dann muss ein jeder dementsprechend handeln.
Sie, die Sie hier sind, tun das. Sonst wären Sie nicht hier. Werben Sie in Ihrer Familie, in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Wir wollen Frieden. Die Realität sehen wir.
Unser Tun, Ihr Tun  … entscheiden Sie gut und richtig.

Danke.

 

… zum Terrorangriff der Hamas auf Israel

Gewalt, Terror, Krieg   -   Wie Einhalt?  
Mit Entsetzen schauen wir auf den Wahnsinn des Ukraine-Kriegs. Es wird gehofft und gebetet, dass dieser Wahnsinn alsbald ein Ende findet. Das Gegenteil erfahren wir. Im Windschatten vom Ukraine-Krieg werden Armenier aus Bergkarabach von Aserbaidschan vertrieben. Die Hamas überfällt Israel. Was kommt weiter?  
Gewalt, Terror, Krieg führen nicht zum Frieden. Frieden braucht Vertrauen. Vertrauen schaffen kann versucht werden mit einem Neuanfang. Alle Länder sollten daran interessiert sein. 
Ihre Meinung? Sie können mich, Andreas Herfurth, kontaktieren. Meine E-Mail Adresse lautet: herfurth.winnenden@t-online.de

 

Die nächsten Termine

 

 

Direkt zu uns

Sophie Herfurth 
   s.herfurth02@gmail.com
   Mobil.:  0179 936 8814
Mark Gutwinski
   mark.gutwinski@gmx.de
   Mobil.:  0172 8804 129
Anette Blauhorn
   anette-blauhorn@t-online.de
   Mobil.:  0151 5201 7170
Andreas Herfurth
   herfurth.winnenden@t-online.de
   Mobil.: 0171 640 0854