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Wechsel in der SPD Gemeinderatsfraktion: Andreas Herfurth scheidet aus, Anna Staiger rückt nach

Veröffentlicht am 29.04.2026 in Gemeinderatsfraktion

In der Gemeinderatsitzung am 28.4.2026 wurde Andreas Herfurth offiziell verabschiedet.
Er war 27 Jahre Mitglied des Gemeinderates, davon 25 Jahre Vorsitzender der SPD Gemeinderatsfraktion. Er erhielt die Bürgermedaille in Gold.

Hier seine Ansprache bei der Verabschiedung:

Liebe Bürger und Bürgerinnen von Winnenden,
Verehrter Vertreter der Presse, Herr Klecker 
Liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates,
Verehrte Amtsleiter und Amtsleiterinnen,
Sehr geehrte Herren Holzwarth, Sailer, Haas

Es gibt das Lied   „Ein letztes Glas im Stehen“  und so sei es mir erlaubt, 
ein paar letzte Worte im Gehen zu sagen. 

Der Zweck heiligt   n i c h t   die Mittel, gerade in einer Demokratie ist das besonders wichtig.  
Die Sache kennt keine Freunde. Die Sache muss im Mittelpunkt stehen und nicht persönliche Interessen und Empfindlichkeiten.
Was Vergangenen ist, kann man nicht mehr ändern. Die Zukunft ist zu gestalten. Sie liegt in unserer aller Hand.
Es gibt unterschiedliche Meinungen. Gut ist, wenn man diese respektiert und aushält. Dazu muss man miteinander reden und nicht übereinander. 
Unbequemes zu sagen und dann auch durchzusetzen, erfordert Kraft, Mut, Transparenz und ehrliche Kommunikation. 

Kommen in diese Aussagen irgendwie bekannt vor?  Ja, diese Aussagen
habe ich in den geführten Diskussionen hier im Gemeinderat, in den Haushaltsreden das eine und andere Mal getroffen und damit eingefordert.  

Ich bin ein politischer Mensch. Ich werde - so die Gesundheit es zulässt – weiterhin politisch aktiv bleiben. Aber: Da brauchen Sie keine Sorge haben, ich habe nicht die Absicht, die Kommunalpolitik von der Seitenlinie aus, zu kommentieren. 

Eine Nachfolge geordnet zu übergeben, ist  - nicht nur in der Politik, sondern auch in Vereinen, in Unternehmen  -  nicht immer ein leichtes Unterfangen.  
Ich freue mich, dass Mark Gutwinski und Anette Blauhorn sich so schnell und gut eingearbeitet haben. Ich werde meine Nachrückerin, Anna Staiger, noch ein wenig coachen und ich hoffe, dass es mir bei Ihr auch gelingt, ihr die Faszination der Kommunalpolitik zu vermitteln. 

Im Laufe der Zeit habe ich mir manches aus dem Gremium anhören dürfen: Ich würde zu lange reden, ich würde die Sitzungen mit meinen kritischen Nachfragen in die Länge ziehen, ich wurde manchmal auch belächelt und ausgelacht. Aus dem Gremium wurde mir auch einmal zugetragen, ich wäre eine Spaßbremse. 

Und so möchte ich, zum Schluss den Versuch machen, diesen etwaigen Eindruck zu korrigieren, indem ich eine Anekdote erzähle.

In meiner ersten Amtsperiode, 1999 – 2004, war ich ehrenamtlicher Stellvertreter des OB.
Die AEG hat ein Betriebsfest veranstaltet und die Stadt dazu eingeladen. 
OB Fritz und Co konnten / wollten nicht und ich habe den Auftrag bekommen, die Stadtverwaltung/ Gemeinderat zu vertreten.
Ich war – wie gesagt  -  ganz neu im Amt. Nichtsdestotrotz habe ich vorsichtshalber bei der Verwaltungsspitze nachgefragt, ob ein Grußwort oder sonst was erwartet wird.
Antwort: NEIN.
Ich laufe bei der AEG ein. Ein großes Festzelt, wie auf dem Volksfest, war aufgebaut. 
Ich melde mich an.
Ich habe noch nicht einmal Grüß Gott gesagt gehabt, hat der Chef zu mir gesagt: Schön dass sie da sind. Wir freuen uns auf Ihr Grußwort. Kommen 

Sie, machen Sie es gleich und er ist auf die Bühne marschiert und ich hintendrein.
Ich habe ein Grußwort gehalten.
Und wissen Sie was:  Es war Bierzeltstimmung und ich glaube, dass zum guten Glück, nicht sehr viele der Feiernden meiner Ansprache so richtig zugehört haben.  

Mit diesem Auftritt ist der Kern gelegt worden, immer sehr kritisch nachzufragen und zu hinterfragen, bei dem, was seitens der Verwaltung so vorgelegt wird.

Suche der Stadt Bestes -  Wir alle, siehe Anrede: Bürger*Innen, Presse, Amtsleiter*Innen, Verwaltungsspitze -  sitzen in einem Boot. 
Mein Appell für die Zukunft: Einigen sie sich auf den Kurs, rudern sie gemeinsam und werfen sie sich nicht gegenseitig ins Wasser. Und falls doch jemand aus Versehen ins Wasser gefallen ist, dann holen sie ihn wieder zurück. 

Ich wünsche gute zukunftsweisenden Weichenstellungen und gute Beratungen und bei aller verschiedenen Meinungen verbieten sie sich persönliche Anfeindungen, sondern arbeiten sie sachlich konstruktiv zusammen. 

Das war´s. 
Danke. 

 

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