
Wie sollen die Kita-Gebühren in Zukunft sein? – SPD Winnenden legt durchgerechnetes Modell vor und lädt zum Gespräch ein
Die SPD Winnenden bringt sich mit einem konkreten Vorschlag für einkommensabhängige und damit faire Kita-Gebühren in die aktuelle Debatte um die Zukunft der Kinderbetreuung in Winnenden ein. Wir halten eine Sozialstaffelung der Kindergartengebühren ausschließlich nach Anzahl von Kindern für nicht mehr zeitgemäß. Nachdem im Gemeinderat im vergangenen Jahr unser Anlauf für ein gerechteres Gebührenmodell keine Mehrheit fanden, legen wir nun hiermit ein eigenes entwickeltes Konzept und werben für breite Unterstützung.
„Wir wollen transparent machen, wie ein sozial ausgewogenes und zugleich finanzierbares Modell für Winnenden aussehen kann – und wie sich das ganz konkret für Familien auswirkt“, SPD-Fraktion.
Das Konzept mit allen Details und Rechenbeispielen haben finden Sie in unserer Homepage www.spd-winnenden.de
Vorstellung am Wochenmarkt
Ihr Konzept „Faire Kita-Gebühren für Winnenden“ stellt die SPD am Samstag, 17. Januar 2026, von 10 bis 12 Uhr auf dem Winnender Wochenmarkt vor.
Dort stehen Mitglieder der SPD-Fraktion und des Ortsvereins sowie unsere Kandidatin für die Landtagswahl Bettina Süßmilch für Fragen, Kritik und Anregungen zur Verfügung. Eltern, Großeltern und alle Interessierten sind eingeladen, vorbeizukommen, das Modell kennenzulernen und eigene Erfahrungen und Sichtweisen einzubringen.
Einfache Sozialstaffel statt Bürokratiemonster
Kern des SPD-Konzepts ist ein Stufenmodell nach Jahresnettoeinkommen mit fünf Einkommensgruppen. Familien mit niedrigem Einkommen zahlen deutlich weniger, die Mitte bleibt weitgehend stabil, höhere Einkommen werden etwas stärker beteiligt.
Die wichtigsten Eckpunkte:
• 5 Einkommensstufen mit klaren, festen Monatsbeiträgen
• Krippenplätze (U3) erhalten wegen des höheren Personalaufwands einen Zuschlag
• Die Geschwisterermäßigung bleibt erhalten (bis hin zur Gebührenfreiheit ab dem 4. Kind)
Um die Verwaltung nicht zu überlasten, setzt das Modell auf ein „Opt-in“-Verfahren:
• Wer keinen Antrag stellt, zahlt wie bisher einen Regelbeitrag.
• Nur Familien, die eine Ermäßigung möchten, müssen Einkommensnachweise vorlegen (z. B. Steuerbescheid oder Gehaltsabrechnungen).
• Die Einstufung gilt so lange, bis sich Einkommen oder Betreuungsumfang wesentlich ändern.
Damit bleibt der Verwaltungsaufwand überschaubar, gleichzeitig werden gezielt diejenigen entlastet, die es am dringendsten brauchen.
Mehr Gerechtigkeit für Alleinerziehende und Familien mit kleinem Einkommen
Anhand mehrerer Fallbeispiele zeigt das Konzept, wie sich das neue Modell im Vergleich zur heutigen Gebührenordnung auswirkt:
• Alleinerziehende mit kleinem Einkommen werden zum Teil deutlich entlastet.
• Familien mit mittlerem Einkommen zahlen ähnlich viel oder etwas weniger als heute.
• Familien mit hohem Einkommen und sehr umfangreicher Betreuung beteiligen sich etwas stärker – bleiben aber im Verhältnis zum Einkommen moderat belastet.
„Unsere Auswertung macht deutlich: Das bisherige System entlastet kinderreiche, aber nicht unbedingt einkommensschwache Familien sehr stark, während Alleinerziehende und Haushalte mit niedrigerem Einkommen unverhältnismäßig viel zahlen. Das wollen wir korrigieren“, so Gutwinski.
OB-Wahl und Landtagswahl: Kinderbetreuung gehört ins Zentrum der Debatte
Die SPD sieht ihr Konzept auch als Beitrag zur inhaltlichen Debatte im Rahmen der laufenden Oberbürgermeisterwahl am 25. Januar. Die Frage, wie Winnenden die Gratwanderung zwischen gesetzlich vorgeschriebenen Betreuungsangeboten, Zuschusslücken und moderaten Elterngebühren bewältigt, ist eine der zentralen Zukunftsfragen der Stadt.
Zugleich blickt die SPD auf die Landtagswahl am 8. März:
„Die SPD Baden-Württemberg steht klar für perspektivisch gebührenfreie Kitas. Solange das Land die Kommunen hier nicht ausreichend finanziell unterstützt, brauchen wir vor Ort faire, einkommensabhängige Lösungen. Unser Modell zeigt: Gerechtigkeit ist möglich, ohne den städtischen Haushalt zu sprengen“, betont die SPD-Fraktion.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mark Gutwinski
SPD-Gemeinderatsfraktion Winnenden
Telefon: 0172-8804129
E-Mail: mark.gutwinski@spd-winnenden.de Winnenden, den 11.01.2026