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150 Jahre SPD: Ein Blick in die Geschichte

Wir müssen Bescheid wissen, wenn wir unsere Interessen vertreten wollen. Diese Einsicht stammt aus einer Zeit, als die Hälfte der Menschen in Deutschland Analphabeten waren, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Einsicht führte zur Gründung von Arbeiterbildungsvereinen, und zwölf von ihnen schlossen sich am 23. Mai 1863 in Leipzig unter Führung von Ferdinand Lassalle zum Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein, dem ältesten Vorläufer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, zusammen. Sie setzten darauf, dass Menschen aus eigener Kraft Fortschritt bewirken können und stemmten sich damit gegen die damals vorherrschenden Philosophien von rechts wie links, dass die Geschichte Naturgesetzen folgt.

Im Internet-Zeitalter stellt sich die Aufgabe "Bildung" in einem neuen Sinn. Wo bekommen wir unsere Informationen her und welche? Googeln oder das bloße Nachrichtenlesen ersetzen Denken nicht, d.h. die Entscheidung: Was ist das Wichtige?

Eine revolutionäre Forderung der Sozis war im 19. Jahrhundert das allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahlrecht. Dahinter stand die Überzeugung, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Erst viele Jahre später, 1919, mit den ersten Wahlen in der jungen Weimarer Republik wurde es Wirklichkeit. Am 19. Februar 1919 sprach zum ersten Mal eine Frau, Marie Juchacz, im Deutschen Reichstag - für die SPD. In unserem Grundgesetz von 1949 stand zum ersten Mal unter den Grundrechten ohne Wenn und Aber: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." (Artikel 3) Elisabeth Selbert, eine Sozialdemokratin im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz erarbeitete, hatte daran entscheidenden Anteil, setzte das in der damaligen Männerwelt durch.

Kein Wunder, dass bei diesem konsequenten Einsatz für die Demokratie die Sozialdemokratie nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 schnell verboten und Sozialdemokraten verfolgt wurden.

1959 hat die SPD mit dem Godesberger Programm ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet und damit ihren Anspruch formuliert, von der Arbeiterpartei zur Volkspartei zu werden, die Verantwortung für alle Gruppen der Gesellschaft übernimmt.

Nach der ersten Großen Koalition von 1966 bis 1969 stellt die SPD erstmals den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Willy Brandt leitet zusammen mit der FDP noch mitten im Kalten Krieg eine neue Ostpolitik ein. Sein Ziel: Den Frieden sicherer machen. Sein Kniefall 1970 in Warschau vor dem Ehrenmal für die ermordeten Juden des Warschauer Ghettos ist ein markantes äußeres Zeugnis dieser Aussöhnungspolitik. Die CDU hat sich zu den Ostverträgen überwiegend enthalten.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion hat nach 1990 eine völlig neue Welt entstehen lassen. Die Welt ist zusammengewachsen und vernetzt, große Unternehmen sind weltweit aufgestellt, der Finanzkapitalismus beherrscht die Welt. Aber das politische Denken und Handeln ist noch von den Nationalstaaten beherrscht. Was müssen wir heute tun, dass Demokratie gelingt? Wie lösen wir den Anspruch der Menschen in einer Demokratie ein, dass die Politik die Dinge im Griff hat?

Eine Antwort ist: Wir wollen nicht, dass Geld die Welt regiert. Europa muss deshalb zusammenbleiben, denn das trägt dazu bei, dass diese Welt besser regierbar ist.

Eine andere Antwort ist: Demokratie funktioniert nicht von alleine, sie braucht das Engagement vieler Menschen. Es lohnt sich!

 

Der Überblick beruht auf dem Vortrag von Franz Müntefering zur Eröffnung der Ausstellung "150 Jahre SPD" in der Volkshochschule Winnenden am 30. September 2013.

 
 

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